Der Pfropfen

**Zugestöpselt und vergessen** - _Eine Reportage von Flucks Jacobsen_

Man sagt dem Guten nach, es sei so tückisch und unverwechselbar. Wer es hat, braucht sich nicht zu grämen. Vielflieger zum Beispiel: sie bemessen den Kaktusstand an der reziproken Pieksflanke ihrer Gabenschranke. Letztere verstößt gegen das Fliegerfallgesetz. "Benetzungstücher und Kopfhörer sind kostenfrei auszuschenken." Ohrpfropfen, moderne Stöpselwunder zur Beschallung von freimütigen Weltenbummlern, haben sich gewaschen. Nach einmaliger Verwendung erübrigt sich alles weitere. Der Pöbel sieht's als Popel. Von Konstantinopel bis Oberschelp, Pfropfen sind der klassische Weitwurfartikel.

Aktuellen Forschungen glaubend, verwenden Maulwürfe eine Pfropfenlösungstechnik, die sie bei bis zu -8°C eine Bogenbrücke in das Erdreich schlagen lässt. In Baden werden medizinische Erfrischungsgetränke "Maulwürfle" genannt. Sie wirken belebend und abführend. Entpfropfend sozusagen.

Zeitlos das nächste Beispiel: ein Endpfropf verschließt die Sache insgeheim. Eine Entendpfropfung kostet vergleichsweise günstig, es gibt Angebote im Internet, die man nicht auszuschlagen braucht, wie z.B. dieses zeitlose Accessoire:

Achselzuckend, was an Schweiß den Riechepfropf zum Bestseller auf der Liste der "Top 100 ungewollten Eigenschaften eines Rechtsbeistandsstaates" hievt. Getreu dem Motto unserer Investmentbankingfreunde aus den Vereinigten Staaten: "Was du heute kannst verzocken, das haut dem Pfropf den Boden aus." Nicht gerade wenige sind dieser Finte ins Korn gefolgt. Und wundern sich nun, warum sich nicht mal mehr das Doppelkorn leisten mag. Einziges Fazit: Schuster, bleib bei deinem Pfropfe. Denn ohne Loch im Schuh ist Manitu.

_Internet per Rauchsignal_ widmet sich im nächsten Teil der Reportage um flüsterloses Kommunizieren und dessen Persiflagen in der heutigen Zeit. Die rauchige Note gefällt nicht nur Pfeifenrauchern, den Pfropfpartisanen unserer Gesellschaft. Nehmen Sie sich ein Beispiel, bevor diese ausverkauft sind.

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