Der Oliganthrop

Der Oliganthrop hasst den warmen Kaffee, hasst die dicke Plautze, hasst das kühle Fassbier. Der Oliganthrop geifert weise, sabbert leise, zischt im Schaum des Angesichts. Der Oliganthrop, er verzieht die Mundwinkel in merkelscher Art und Weise, er gafft auf Liegende, rafft auf Zögernde, hustet blaues Bratfett aus. Der Oliganthrop fasst niemals an den Zipfel, hilft niemals einer Vase, gibt nur die Schuld auf Raten. Der Oliganthrop, im Sommer, da reitet er auf wundersamen Bonnenhaspeln, er wechselt gleitend Rohbauharz, er sinkt im Blütenstaub zu Ritters Tafel. Der Oliganthrop, was faselt er, mit spuntenhafter Hummelszunft, und wie er es macht, es ist nicht gut zu sehen, das Endspektakel. Der Oliganthrop, so oft man ihn am Straßenrand mit verschränkter Freigeisthand die Regentropfen vom Geländer wischen sieht, man spürt ihn, den Mast, den er hegt, die Menschheit in Likör zu tränken. Der Oliganthrop, er wäscht sich regelmäßig, doch müßig sein Gang zum Steuerberater. Das Geld, er will es nur in Tinte tunken, damit es scheint, als wär es nichts außer nachtfest. Der Oliganthrop, er spuckt auf Kinder, er zwickt kleinen Babyhäschen die Augenbrauen, er drückt neuen Autos eine Delle oder zwei. Der Oliganthrop, Feind der gesellschaftsneutralen Lebensweise, er ramponiert, er sabotiert, er vandaliert. Der Oliganthrop braucht keine Allüren. Er ist, schlichtweg, ein ganz normaler Mensch. Verkannt, aber technisch versiert. Bekannt, jedoch geistig detailliert. Ernannt, und meistens abergläubisch im Abgang. Das Holz, das er druckt, es wird noch viele tausend Jahre eine Eichel stemmen.

One thought on “Der Oliganthrop

  1. Vermaledeites Schnubergeblogse!
    Mir ist’s weder warmtassig im Kaffeesessel noch palintzt mir Mücke aus kullerm Brassbandleadern! Meine Galuffen grienen weiss, im Western säubern die Breikolypen, Zeche im Zaum zahlt der Gesichtsvollzieher. Der Maulaffen zögern mir selten den Zierschaum Pfeilgift in mucklenberger Schart‘ und Gleise, da rafft ein Ziegenstein sein zumpedinger stumpfhorst Bein auf lustlos luntgebrochens Liegenschaftsamt. Nebenlöser nässt fiesmals dann den Pfizzel, niest vielmals feiner Nase, nippt Gurt auf Schal die Ruten. Mir meinerseits, sammt Summerton, rar deutet Ehr auf wandersummen Hunnenbasteln.

    Mehr als weniger nichts das alles nur auf’s Nötigste zu guter Letzt!
    Olli

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