Ein Raum für Licht

Er hat das Blatt gewendet,
doch im Bad ist er gestrandet.
Zwischen Art und Meise,
Schuld und Bühne gleiten
Erfolge wie auf Spiegelhaut.

Die Zimmer seiner Jahre
sind voller Preise - doch keiner
spricht es wörtlich an.

Im Satzhaus sitzt er noch,
wer B fragt, muss Tee trinken.
Er gießt den Hopfen auf den
weißen Wein und lauscht, wie
der Zweifel an die Hand bezahlt.
Seine Stille flimmert - ein See
aus unerledigten Schäumen.

Er sieht den Wald vor
lauter Träumen nicht,
und plötzlich ist das gut so.
Denn dort, wo kein Pfad trägt,
beginnt Bedeutung zu atmen.

Wer Sinn voll ißt, steht im
Schatten des Unerreichten.
Nur das Ferne trägt das Nahe,
nur das Leere färbt das Volle.
Erreichtes endet, aber Sehnsucht
baut - im Rauschen eines
ungesagten Morgens.

Die Birke im Torf fängt Licht,
ein Rock wacht über Stille.
Alles, was er hielt, lief in den Sand,
doch der Knopf am Rand
glänzt wie Anfang.

Er flüstert: „Das Beste fällt,
wenn’s fest wird. Am Ende brät,
wenn’s Ente heißt.“ Und lacht,
weil erst das Unnennbare trägt.

Worte fliegen, wenn sie nichts beweisen.
Jede Leere ist ein Raum für Licht.

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