Ich, der Prosamentierer

Ich widme mich der Bordüre. In überbordender Hingabe. Ich bonere die Bodenbalken, bläcke die Zähne und besorge ein kleines Stück Baumrinde. Ich stelze im Garten, die feuchte Wiese ist mein Himmelreich. Ich halte die Senkel meiner Kniebehaarung als Zügel stramm in Hüfthöhe. Ich kontrolliere einbeinig den gesammelten Bestand Bucheckernförde und zurück. Ich beratschlage den Kollegen und grüße leutseelig Passanten. Ich habe keine Shorts, ich trage die klassische Herrenunterwäsche. Ich denke noch nicht an das Morgen aber das Morgen denkt an mich - da bin ich mir sicher. Ich halte Ausschau nach mir und fahnde nach dem wir und finde alles im Überfluss und gieße es in den Ausguss und aus dem einen Guss ergießt sich die Gänze und die Gänze ergießt sich über die Wiese, die schon feuchte, und ich stelze über die sicher sich bildenden Pfützen und zurre die Zügel meiner Kniebeharrung fester und gedenket der Ahnen, die noch nicht ahnen konnten und der noch nach Kommenden die der Ahnung nachgehen werden. Werden sie verstehen?

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